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Wer ist Jesus (seite 8)

Von Anthony Buzzard   

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  Paulus beschreibt Jesus im ersten Kapitel des Kolosserbriefes als Haupt der neuen Schöpfung und als Mittelpunkt von Gottes kosmischem Plan. Er schreibt mit der Absicht, die absolute Vorrangstellung Jesu aufzuzeigen, die Jesus durch seine Auferstehung gewonnen hatte und die überragende Stellung in der neuen Ordnung, im Gegensatz zu rivalisierenden Religionssystemen, durch welche die Kolosser bedroht waren. Alle Herrschaften wurden „in Christus“ erschaffen (Kolosser 1,16). Ebenso hatte Jesus den Anspruch erhoben: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden“ (Matthäus 28,18). „Alles“ in Kolosser 1,16 bedeutet für Paulus die verständige, belebte Schöpfung, die aus „Thronen, Herrschaften, Mächten und Gewalten“ besteht, die „in Christus“ , „durch Christus“ (nicht von ihm) und für Christus geschaffen wurden. Es ist sein Königreich, das Paulus im Sinn hat (Kolosser 1,13). Jesus ist der Erstgeborene vor jeder Schöpfung  ebenso wie der Erstgeborene aus den Toten (Verse 15,18)[17] . Der Ausdruck „Erstgeborener“ macht ihn sowohl zur Führungsperson der neuen Ordnung, als auch zu deren Ursprung, eine Position, die er dadurch erreichte, dass er der Erste war, der durch die Auferstehung Unsterblichkeit erlangte. In Offenbarung 3,14 nennt Johannes Jesus ebenso den „Anfang der Schöpfung Gottes“, was natürlich auch bedeutet, dass er selbst Teil dieser Schöpfung ist. Der Titel „Erstgeborener“ bezeichnet in der Bibel jemanden, der das höchste Amt innehat, wie in Psalm 89,20, wo der „Erstgeborene“, der Messias, der „Höchste der Könige auf Erden“ ist, einer, der wie David aus dem Volk erwählt und erhöht wird. Einmal mehr entwickelte Paulus das Konzept des Messias, das in den hebräischen Schriften schon vorhanden war.

      In keiner der Aussagen von Paulus werden wir dazu gedrängt, ein „zweites, ewiges göttliches Wesen“ zu finden. Vielmehr präsentiert er uns  einen zweiten, verherrlichten Adam, der nun zu dem göttlichen Amt erhoben ist, für das er einst geschaffen wurde (1. Mose 1,26; Psalm 8). Jesus vertritt nun das Menschengeschlecht als Haupt der neuen Schöpfung der Menschheit. Er tritt für uns als Hohepriester im himmlischen Tempel ein (Hebräer 8,1).  Obwohl Paulus dem auferstandenen Herrn solch erhabene Titel gibt, gibt es keinen Grund zu glauben, dass er nun seinen klaren Monotheismus einschränkt, den er in 1. Korinther 8,6 folgendermaßen ausdrückt: „So haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn“. Nichts in Kolosser 1 drängt uns zu glauben, dass sich Paulus ohne Vorwarnung nun plötzlich aus der Gesellschaft von Matthäus, Markus, Lukas, Petrus und Johannes entfernt und vom absoluten Monotheismus abweicht, den er an anderen Stellen so sorgfältig und klar ausdrückt (1.Timotheus 2,5; Epheser 4,6) und der so tief in seinen theologischen Hintergrund eingebettet ist.

Die besiedelte Erde, von der wir sprechen, wird kommen

      Der Verfasser des Hebräerbriefes legt einen speziellen Schwerpunkt auf das Menschsein Jesu. „Er wurde versucht in allem wie wir, doch ohne Sünde“ (Hebräer 4,15). „Gott schuf die Zeitalter durch den Sohn“ – nicht: sie wurden vom Sohn geschaffen - und zwar im Hinblick auf seine Bestimmung als Messias (Hebräer 1,2). „Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn“ (Hebräer 1,1-2). Der Verfasser wollte uns nicht mitteilen (etwas, was Jesus selbst nicht wusste – Markus 10,6), dass Jesus der aktive Teil im Schöpfungsprozess gewesen war. Es war Gott, der am siebten Tag ruhte, nachdem er seine Arbeit beendet hatte (Hebräer 4,4;10).[18] Und es ist Gott, der den Sohn auf die bewohnte Erde der Zukunft schicken wird: „Wenn er den Erstgeborenen wieder einführt in die Welt“ (Hebräer 1,6).[19]

      Wenn der Messias wieder auf die Erde kommt, werden einige Feststellungen über ihn zu Geschichte werden. Erstens: Der Thron des Messias wird errichtet werden (Hebräer 1,8). (Vergleiche mit: „Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit.... wird er sitzen am Thron seiner Herrlichkeit“ – Matthäus 25,31).[20] Da er die göttliche Majestät seines Vaters repräsentiert, wird der messianische Titel „Gott“ auf Jesus angewandt werden, ebenso wie er für die Richter Israels verwendet wurde, welche ein Schatten auf den obersten Richter Israels, den Messias, waren (Psalm 82,6). Eine andere Prophezeiung von Psalm 102,2 wird ebenso im kommenden Königreich des Messias verwirklicht werden. So wie Jesaja vorhersah (Jesaja 51,16 und 65,17), wird das Fundament für einen neuen Himmel und eine neue Erde gelegt werden. Hebräer 1,10 kann leicht missverstanden werden, indem man annimmt, dass der Messias für die ursprüngliche Schöpfung verantwortlich war. Das jedoch übersieht dann, dass der Verfasser aus dem messianischen Psalm 102 (aus der Septuaginta) zitiert. Weiter bemerkt der Autor ausdrücklich, dass sich die Reihe der Wahrheiten über den Sohn auf die Zeit bezieht, wenn dieser „wieder in die Welt eingeführt wird“ (Hebräer 1,6). Und in Hebräer 2,5 sagt er uns erneut, dass die zukünftige Welt gemeint ist, von der er im ersten Kapitel spricht. Dem Verfasser muss erlaubt sein, seinen eigenen Kommentar zu geben.  Er befasst sich mit dem messianischen Königreich, nicht mit der Schöpfungsgeschichte. Weil wir nicht die messianische Vision des Neuen Testaments teilen, wie wir es eigentlich sollten, blicken wir eher in die Vergangenheit als in die Zukunft. Wir müssen uns auf die völlig messianische Denkweise der gesamten Bibel einstimmen.[21]

Der hebräische Hintergrund des Neuen Testaments

      Um die Denkweise der Autoren des Neuen Testaments zu verstehen, ist es nützlich, die wesentlichen Stellen der hebräischen Schriften darzulegen, von denen sie ihr Verständnis der Person Christi ableiten. Nirgends kann aufgezeigt werden, dass der Messias ein nicht-erschaffenes Wesen sein sollte. Diese Tatsache sollte uns dazu bringen, nach der Quelle dieses revolutionäre Konzepts außerhalb der Bibel zu suchen.

      Die ursprüngliche Bestimmung des Menschen, der im Bild und in der Herrlichkeit Gottes geschaffen wurde, war es, die Herrschaft über die Erde auszuüben (1. Mose 1,26; Psalm 8). Diese Möglichkeit ist niemals außerhalb der Reichweite der Wiedererlangens gerückt, denn der Psalmist spricht von der Herrlichkeit und von der Ehre, mit denen der Mensch (potentiell) gekrönt ist, sodass alles „unter seine Füße getan ist“ (Psalm 8,5-7). Wenn sich der göttliche Plan entfaltet, wird es klar, dass der versprochene „Same der Frau“, der das Unheil, welches Satan angerichtet hatte (1. Mose 3,15), umkehren wird, ein Nachkomme Davids sein wird (2.Samuel 7,13-16). Er wird Gott seinen Vater nennen (2.Samuel 7,14) und zum Sohn Gottes ernannt werden, als Messias, dem Gott die Herrschaft über die Erde anvertraut (Psalm 2). Bevor er jedoch sein königliches Amt antritt, wird der Messias zur Rechten des Vaters sitzen und den Titel „Herr“ tragen (Psalm 110,1). Als Menschensohn, der die Menschen vertritt, wird er seinen Platz im Himmel einnehmen, bevor er von Gott die Autorität erhält, sein weltweites Reich zu verwalten (Daniel 2,44; 7,14; Apostelgeschichte 3,20,21). Bei seinem ersten Kommen litt er für die Sünden des Volkes (Jesaja 53; Psalm 22) und als Gottes Erstgeborener wird er wiederkommen, als Herrscher über die Könige der Erde (Psalm 89,27), angedeutet bereits durch David, der ebenso aus dem Volk erwählt worden war (Psalm 89,19-20).

 

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[17] Bei Kolosser 1,17 sind viele Übersetzungen weniger vorsichtig als die NASB, welche die Bemerkung, dass Jesus „vor allen Dingen“ existierte, weise als Randbemerkung anführt. Es genügt, um mit Paulus zu sagen, dass er „vor“ allen Dingen ist, im Sinne, dass er aller Schöpfung überlegen ist, und nicht im wörtlichen Sinn, dass er als Erster geschaffen wurde oder seit Ewigkeit besteht. In Johannes 1,15,30 wird in jenen Übersetzungen ein ähnlicher Enthusiasmus für die Präexistenz gezeigt und das erlaubt dann nicht, dass der Sinn auch folgendermaßen wiedergegeben werden kann: „Derjenige, der nach mir kommt, ist mir überlegen, denn er hat absolute Vorrangstellung gegenüber mir.“ (Siehe Kommentare von Raymond Brown in „The Anchor Bible“ series, und von Wescott).
[18] Das Neue Testament spricht klar über Gott, den Vater, der der Schöpfer in 1. Mose 1,1, Apostelgeschichte 7,50; 14,15; 17,24; Offenbarung 4,11; 10,6; 14,7 und Markus 10,6; 13,19 ist.
[19] Vgl. Tyndale Commentary on Hebrews von Thomas Hewitt (1960), S. 56: „Die Übersetzung heißt deswegen: ‚Wenn er den Erstgeborenen wiederum in die Welt einführt‘“.
[20] Siehe auch: Matthäus 19,28; Lukas 22,28-30 und Offenbarung 2,26; 3,21 und 5,10, welche gemeinsam mit vielen anderen Textstellen die Aufrichtung des messianischen Königreiches auf der Erde bei der Wiederkunft Jesu voraussehen.
[21] Für weitere Informationen, wie der Schreiber des Hebräerbriefes den Psalm 102 in Hebräer 1,10 benutzt, siehe F.F. Bruce, Epistle to the Hebrews, Seiten 21-23.

 

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