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Wer ist Jesus (seite 4)

Von Anthony Buzzard   

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Jesus beanspruchte NICHT Gott zu sein

     Im Johannesevangelium ist die Identität Jesu das Hauptthema. Johannes schrieb dieses Evangelium, wie er selbst uns sagt, aus hauptsächlich einem Grund: Um seine Leser zu überzeugen, dass Jesus der Christus (=Messias), der Sohn Gottes ist (Johannes 20,31). Nach Johannes grenzt Jesus sich selbst sorgfältig vom Vater ab, welcher der „allein wahre Gott“ ist (17,3; 5,44; 6,27).Wenn wir im Johannesevangelium einen Beweis finden wollen, dass Jesus Gott in einem trinitarischen Sinn völlig gleich ist, so würden wir etwas entdecken, was Johannes nicht beabsichtigte und aus dem Blickwinkel seiner jüdischen Abstammung auch gar nicht verstehen konnte. Oder aber wir müssen zugeben, dass Johannes ein völlig neues Bild des Messias einführt, welches dem Alten Testament widerspricht und das Beharren Jesu (und von Johannes) über den Haufen wirft, dass der Vater allein wahrer Gott ist (Johannes 5,44; 17,3). So ein eklatanter Selbstwiderspruch ist kaum wahrscheinlich. Es ist höchste Zeit, dass wir Jesus erlauben, die Dinge klarzustellen. In den Berichten von Matthäus, Markus und Lukas wird uns ausdrücklich gesagt, dass Jesus mit dem strikten Monotheismus des Alten Testaments übereinstimmt (Markus 12,32-34). Hat er, dem Johannesevangelium nach, die Sache dann durcheinandergebracht und behauptet, doch Gott zu sein? Die Antwort wird ganz klar in Johannes 10,34-36 gegeben, wo Jesus in alttestamentlichen Ausdrücken seinen Status als der menschliche Vertreter oder Repräsentant Gottes beschreibt. Jesus sprach über sich selbst als Erklärung dafür, was es heißt „eins mit dem Vater“ zu sein (10,40). Es ist die Einheit in der Funktion, in welcher der Sohn den Vater perfekt repräsentiert. Das ist genau das alttestamentliche Ideal von Sohnschaft, welches unvollkommen von den Herrschern Israels verkörpert wurde, aber im Messias, dem auserwählten König Gottes, seine Erfüllung finden würde.

      Die Argumentation in Johannes 10, 29-38 beginnt folgendermaßen: Jesus begann damit, zu behaupten, dass er und der Vater eins seien.  Es war dies die Einheit in Gemeinschaft und Funktion, die er an einer anderen Stelle für das Verhältnis seiner Nachfolger zu ihm und zum Vater wünschte (Johannes 17,11,22). Die Juden verstanden, dass er beanspruchte, Gott gleich zu sein. Das gab Jesus die Gelegenheit, sich selbst zu erklären. Was er wirklich beanspruchte war, seinen eigenen Worten zufolge, der „Sohn Gottes“ zu sein (V. 36), ein bekanntes Synonym für den Messias. Er argumentierte, dass sein Anspruch auf die Sohnschaft nicht unmäßig sei, weil sogar fehlerhafte Vertreter Gottes von diesem im Alten Testament als „Götter“ bezeichnet worden waren (Psalm 82,6). Er war weit davon entfernt, eine ewige Sohnschaft zu beanspruchen und verglich sein Amt und seine Funktion mit dem der Richter. Er betrachtete sich selbst als Gottes Vertreter par excellence, weil er Gottes einzigartiger Sohn war, der eine und einzige Messias, übernatürlich gezeugt und der Grund der Prophetien des Alten Testaments. Es gibt nichts in der Darstellung Jesu, was den strikten Monotheismus des Alten Testaments gestört hätte oder die Überarbeitung des heiligen Textes in 5. Mose 6,4 erfordern würde. Das Selbstverständnis Jesu ist strikt innerhalb der Grenzen, die Gottes Offenbarung in der Schrift niedergelegt hat. Ansonsten wäre sein Anspruch, der Messias zu sein, ungültig gewesen.  Die Schriften wären zerstört worden.

Die jüdische Sprache von Johannes

     Nachdem Jesus in Johannes 10, 34-36 eindrücklich verneint hatte, Gott zu sein, wäre es ausgesprochen unklug zu denken, dass er sich an einer anderen Stelle widerspricht. Man sollte das Johannesevangelium mit folgenden in der eigenen Denkweise verankerten Grundprinzipien untersuchen:

      Jesus unterscheidet sich vom „allein wahren Gott“ (Johannes 17,3)
      Der Vater allein ist Gott (Johannes 5,44)
      Johannes möchte, dass seine Leser verstehen, dass all seine Schriften zum Verständnis der Wahrheit beitragen, dass Jesus der Messias, der Sohn Gottes, ist (Johannes 20,31)

      Wie wir gesehen haben, sagt Jesus selbst, dass der Ausdruck „Gott“ auch für ein menschliches Wesen benutzt werden kann, welches Gott vertritt. Dies bedeutet aber nicht  im gleichen Atemzug, dass es nun Gott ist.
      Das Selbstverständnis Jesu ist einfach „Sohn Gottes“ (Johannes 10,36)
      In Johannes 10,24-25 sagt Jesus klar, dass er der Messias ist, doch die Juden glaubten ihm nicht.

      Jesus sagt mehrmals, dass er von Gott gesandt ist. Was allgemein aus diesem Text herausgelesen wird, ist nicht im Geringsten das, was Johannes andeuten will. Johannes der Täufer war auch von Gott gesandt, was aber nicht bedeutet, dass er vor seiner Geburt existierte (Johannes 1,6). Propheten im Allgemeinen sind von Gott gesandt (Richter 6,8; Micha 6,4) und die Jünger sind „gesandt“ wie Jesus selbst gesandt worden war (Johannes 18,17). „Vom Himmel herabkommen“ muss nicht unbedingt bedeuten, aus einem vorherigen Leben herabzukommen, ebensowenig wie „das Fleisch, welches das Brot ist, das vom Himmel herabgekommen ist“ (Johannes 6, 50-51) wörtlich vom Himmel herabgefallen ist. Nikodemus erkannte, dass Jesus von Gott gekommen war (Johannes 3,2), aber er dachte nicht, dass Jesus schon vor seiner Geburt existiert hatte. Ebensowenig glaubten die Juden, wenn sie von einem Propheten sprachen, dass dieser vor seiner Geburt schon gelebt hatte (Johannes 6,14; 5. Mose 18, 15-18). Jakobus kann sagen, dass „alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe von oben herabkommt, vom Vater des Lichts“ (Jakobus 1,17). „Vom Himmel herabkommen“ ist die bildliche Ausdrucksweise Jesu und der Juden, den göttlichen Ursprung zu beschreiben, den Jesus durch die Jungfrauengeburt sicherlich hatte.

      Die Aussagen über „Präexistenz“ (Existenz vor der Geburt) im Johannesevangelium (3,13; 6,62) sind mit dem Menschensohn verbunden, der ein menschliches Wesen ist. Das Allermeiste, was man aus diesen Aussagen herauslesen könnte, ist, dass Jesus als menschliches Wesen im Himmel lebte, bevor er auf der Erde geboren wurde. Diese Art von Erklärung ist jedoch unnötig, wenn man sich erinnert, dass Daniel 600 Jahre zuvor in einer Vision den Menschensohn zur Rechten des Vaters sitzen sah, in einer Position, die Jesus dem Neuen Testament nach erst nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt eingenommen hat. Als Messias sah sich Jesus in der Rolle dessen, der später in den Himmel erhoben werden sollte, denn dies war nach Daniels inspirierter Vision die Bestimmung des Messias vor seiner Wiederkunft in Herrlichkeit. Jesus „präexistiert“ wahrlich seine seine zukünftige Wiederkehr zur Erde. All das wurde von Daniel vor der Geburt des Messias vorhergesehen. Deshalb erwartete Jesus als erhöhtes menschliches Wesen – als Menschensohn - zur rechten Seite des Vaters aufzusteigen, wie es in der Vision vorhergesehen worden war (Johannes 6,62). Zu sagen, dass Jesus wirklich beim Thron des Vaters war, bevor er als menschliches Wesen in Bethlehem geboren wurde, zeigt nur, dass man sowohl Daniel als auch Johannes missversteht. Jesus musste geboren werden, bevor irgend etwas, was im alten Testament über ihn vorhergesagt worden war, eintreten konnte.

 

 

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