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Wer ist Jesus (seite 2)

Von Anthony Buzzard   

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       Die Stärke des jüdischen Glaubens an den Monotheismus wird durch folgende Zitate klar demonstriert:

      „Der Glaube, dass sich Gott aus verschiedenen Personen zusammensetzt, wie der christliche Glaube an die Dreieinigkeit, ist ein Abweichen von der klaren Vorstellung von der Einheit Gottes. Israel hat durch die Zeitalter alles abgelehnt, was die Vorstellung des reinen Monotheismus, den es der Welt gegeben hat, verunstaltete oder unklar machte. Und statt eine Verwässerung zuzulassen, sind die Juden bereit, dafür auszuwandern, zu leiden und zu sterben.“ [2]

      Ezra D. Gifford sagt in „The True God, the True Christ, the True Holy Spirit“ (Der wahre Gott, der wahre Christus, der wahre Heilige Geist):

      „Die Juden sind aufrichtig über die Folgerung verärgert, dass die Schriften irgendeinen Beweis oder eine Andeutung über die orthodoxe Dreieinigkeit beinhalten. In dieser Frage waren Jesus und die Juden niemals verschiedener Meinung. Sie behaupteten beide, dass Gott nur einer ist und dass dies die größte Wahrheit ist, die der Menschheit je offenbart wurde.“[3]

      Wenn wir die niedergeschriebenen Lehren Jesu in Matthäus, Markus und Lukas untersuchen und wissen, dass diese Unterlagen die Auffassung der apostolischen Gemeinde von 60 bis 80 nach Christus repräsentieren, so werden wir nicht einen Hinweis finden, dass Jesus glaubte, ein „nicht erschaffenes“ Wesen von Ewigkeit her zu sein. Matthäus und Lukas verfolgen den Ursprung Jesu auf einen speziellen Schöpfungsakt Gottes zurück, als der Messias in Marias Mutterleib gezeugt wurde. Dieses wunderbare Ereignis war der Beginn, die Genesis oder der Ursprung Jesu von Nazareth (Matthäus 1,18). Rein gar nichts wird von einer ewigen Sohnschaft gesagt, die andeutet, dass Jesus bereits als Sohn lebte, bevor er gezeugt wurde. Diese Idee wurde in christliche Kreise eingeführt, nachdem die Schriften des Neuen Testaments schon abgeschlossen waren. Sie gehört nicht zur Denkweise der biblischen Schreiber.

 

Wer sagte, dass der Messias Gott ist?

      Die meisten Leser der Schriften nähern sich den Aufzeichnungen mit einer Reihe wohl etablierter Annahmen. Sie sind sich dessen nicht bewusst, dass das, was sie über Jesus verstehen, von theologischen Gedankensystemen abgeleitet ist, welche von Schreibern, die nicht die Bibel verfasst haben, ausgedacht wurden. Auf diese Weise akzeptieren sie leichtfertig eine Anzahl von Traditionen, während sie beanspruchen und glauben, dass die Bibel ihre einzige Autorität ist.[4]

      Die kritische Frage, die wir beantworten müssen, ist diese: Auf welcher Basis beanspruchten Jesus und die frühe Kirche, dass Jesus wirklich der verheißene Messias ist? Die Antwort ist einfach. Es geschah dadurch, dass er perfekt die Rolle erfüllte, die das Alte Testament über ihn vorhergesagt hatte. Es musste gezeigt werden, dass er die Anforderungen genau erfüllte, die für den Messias in der hebräischen Prophetie festgelegt worden waren. Besonders Matthäus zitiert gerne das Alte Testament und beschreibt, wie es durch das Leben und die Erfahrungen Jesu (Matthäus 1,23; 2,6; 15 etc.) erfüllt wurde. Aber auch Markus, Lukas, Johannes und Petrus (in den ersten Abschnitten der Apostelgeschichte) bestehen gleichfalls darauf, dass Jesus exakt der alttestamentlichen Beschreibung des Messias entspricht. Paulus verbrachte lange Zeit seines Dienstes damit, aus den hebräischen Schriften zu zeigen, dass Jesus der verheißenen Christus war (Apostelgeschichte 28,23). Wenn die Identität Jesu nicht mit der Beschreibung des Alten Testaments über ihn in Übereinstimmung gebracht werden konnte, so bestand auch kein guter Grund zu glauben, dass sein Anspruch, der Messias zu sein, wirklich wahr war!

      Deswegen ist es eine grundlegende Sache zu fragen, ob das Alte Testament irgendwo andeutet, dass der Messias ein „ebenbürtiger Gott“ sein  würde, ein zweites unerschaffenes Wesen, das eine ewige Existenz im Himmel aufgibt, um Mensch zu werden. Wenn es nichts dergleichen sagt (und man erinnere sich, dass das Alte Testament sich sogar mit winzigen Details über das Kommen des Messias beschäftigt), so müssen wir gegenüber dem Anspruch jener misstrauisch sein, die sagen, dass Jesus beides ist, sowohl der Messias als auch eine nicht erschaffene, zweite und ewige Person in der Gottheit, die den Titel „Gott“ im vollsten Sinne des Wortes beansprucht.

      Wie sieht das Bild des Messias, das durch die hebräischen Schriften gezeichnet wird, nun aus? Wenn neutestamentliche Christen Jesu Anspruch auf die Messiasschaft beweisen wollen, dann zitieren sie gerne 5. Mose 18,18:

      „Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren Brüdern und meine Worte in seinen Mund geben; der soll zu ihnen reden alles, was ich ihm gebieten werde.“ Sowohl Petrus (Apostelgeschichte 3,22) als auch Stephanus (Apostelgeschichte 7,37) benutzen diesen ursprünglichen Text um zu zeigen, dass Jesus dieser „versprochene Prophet“ war (Johannes 6,14), dessen Ursprung in einer israelitischen Familie sein würde und dessen Aufgabe der von Mose ähnlich sein würde. In Jesus hat Gott den Messias erweckt, den lang versprochenen göttlichen Sprecher, den Erretter Israels und der Welt. In den Worten von Petrus: „Für euch zuerst hat Gott seinen Knecht Jesus erweckt und hat ihn zu euch gesandt, euch zu sagen, dass ein jeder sich bekehre von seiner Bosheit“ (Apostelgeschichte 3,26).

      Andere klassische messianische Texte sprechen davon, dass „ein Sohn gegeben ist“ (Jesaja 9,5), ein „Same der Frau“ (1. Mose 3,15), ein Nachkomme Abrahams (Galater 3,16) und ein Nachkomme des königlichen Hauses Davids (2. Samuel 7, 14-16; Jesaja 11,1). Er würde ein Herrscher sein, geboren in Bethlehem (Matthäus 2,6; Micha 5,2). Einer seiner vielen Titel würde „Gott-Held“ und „Ewig-Vater“ sein (Jesaja 9,5). Es ist dieser einzelne Text in Jesaja 9,5, der erscheinen lässt, dass der Messias in die Kategorie der nicht erschaffenen Wesen gehört, obwohl das eine kritische Schwierigkeit für den Monotheismus bedeuten würde. Nichtsdestotrotz wird sich der einfühlsame Leser der Schriften bewusst sein, dass es einem einzelnen Text nicht erlaubt sein sollte, das Bestehen des Alten Testaments auf einen alleinigen Gott in einer einzelnen Person umzuwerfen. Es sollte nicht vergessen werden, dass die Prophezeiungen für Juden bestimmt waren, von denen kein einziger glaubte, dass ein göttlicher Titel, der dem messianischen König gegeben wird, bedeutet, dass dieser nun Teil des ewigen Gottes ist, plötzlich und mysteriös aus zwei Personen zusammengesetzt ist und im Gegensatz zu all dem steht, was als Tradition Israels bekannt war. Ein führendes Hebräischlexikon definiert den „Gott-Held“ (Luther) oder „starken Gott“ (Elberfelder) aus Jesaja 9,5 als „göttlichen Helden, der die Herrlichkeit Gottes widerspiegelt“. Dieselbe Quelle sagt, dass das Wort „Gott“ im Sprachgebrauch Jesajas anderswo in den Schriften für Menschen von Macht und Rang, sowie für Engel benutzt wurde. Der Titel „Ewig-Vater“ wurde von den Juden als „Vater des kommenden messianischen Zeitalters“[5] verstanden. Es wurde weitgehend erkannt, dass eine menschliche Person „Vater der Bewohner Judäas und Jerusalems“ sein konnte (Jesaja 22,21).

      In Psalm 45 wird der ideale messianische König als „Gott“ angesprochen, aber es gibt keinerlei Notwendigkeit, den jüdischen Monotheismus deswegen einzuschränken. Dieses Wort (in diesem Fall elohim) wurde nicht nur für den einen Gott verwendet, sondern auch für „göttliche Repräsentanten an geheiligten Orten oder als Widerspiegelung göttlicher Majestät und Macht“ (Hebrew and English Lexicon of the Old Testament, von Brown, Driver und Briggs, S. 42,43). Sowohl der Psalmist als auch der Schreiber des Hebräerbriefes, der diesen zitierte (Hebräer 1,8), waren sich ihres besonderen Gebrauchs des Wortes „Gott“ zur Beschreibung des messianischen Königs bewusst und sie fügten schnell hinzu, dass der Gott des Messias diesem seine königlichen Privilegien gewährt hatte (Psalm 45,8).

 

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[2] Rabbi J..H..Hurtz
[3] Ezra D. Gifford, The True God, the True Christ, the True Holy Spirit
[4] Ich bin F.F. Bruce zu Dank verpflichtet, der die folgende Beobachtung machte: Menschen, die Sola Scriptura (wie sie glauben) anhangen, sind tatsächlich oft nur einer traditionellen Schule der Interpretation von Sola Scriptura verbunden. Evangelikale Protestanten können ebenso Sklaven der Tradition sein wir römisch-katholische oder griechisch-orthodoxe Christen, nur bemerken sie nicht, dass es „Tradition“ ist (aus Korrespondenz)
[5] So übersetzten die Juden den hebräischen Ausdruck, als sie ihre Schriften ins Griechische übersetzten.

 

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