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Wer ist Jesus (seite 10)

Von Anthony Buzzard   

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     Der traditionellen Anschauung über die Rolle Jesu in der Geschichte liegt ein schwerwiegendes und grundlegendes Missverständnis zugrunde. Es hat mit der politisch-theokratischen Funktion zu tun, die ein prinzipieller Bestandteil des Messiastums ist. Bis jetzt wurde jede mögliche Anstrengung gemacht den Glauben aufrecht zu erhalten, dass die Verheißung Jesu an die Gemeinde, mit ihm im kommenden Königreich Gottes (Matthäus 19,28; Lukas 22,28-30) zu regieren, auf die Gegenwart angewendet werden muss, was im klaren Gegensatz zu den Aussagen der Bibel steht. Was weiterhin übersehen wird, ist die Tatsache, dass am Ende des gegenwärtigen Zeitalters, „wenn Jesus in seiner Herrlichkeit wiederkommt“ (Matthäus 25,31) , „im neuen Zeitalter, wenn er seine Herrschaft als König antritt“ (Matthäus 19,28), die Gemeinde mit ihm regieren wird. Es sollte nicht der geringste Zweifel daran bestehen, dass Menschen, die aus allen Nationen genommen werden und die Gott als Könige und Priester bestimmt hat, die „Erde regieren werden“ (Offenbarung 5,10). Der reine Messianismus von Psalm 2 bleibt auch in Offenbarung 2,26 und 3,21 bestehen und diese sind die Worte Jesu an die Gemeinde (Offenbarung 1,1; 22,16). Der Jesus der Schrift ist niemand anderer als der Messias der Prophetien des Alten Testaments und der apokalyptischen Schriften.

      Es ist für alle Kirchgänger dringend erforderlich, selbst die Schriften zu erforschen, losgelöst von den verschiedenen Glaubenssätzen, die bisher so willig „im Glauben“ angenommen wurden. Wir müssen ehrlich genug sein um zuzugeben, dass die Meinung einer Mehrheit nicht automatisch die richtige ist und dass eine Tradition, die unkritisch akzeptiert wurde, vielleicht viel dazu beigetragen hat, den ursprünglichen Glauben, den Jesus und seine Apostel lehrten, zu verdecken. Möglicherweise sollten wir die Beobachtung von Canon H.L.Goudge ernst nehmen, als er von der Katastrophe sprach, die eintrat, „... als die griechische und römische Denkweise in der Gemeinde die Oberhand über die hebräische Denkweise bekamen.“  Es war eine „Katastrophe in der Lehre und in der Praxis“, so sagt Canon Goudge, „von der sich die Gemeinde nie erholt hat“.[25] Eine Wiederherstellung kann nur beginnen, wenn man die Warnung von Johannes ernst nimmt: „Wer ist ein Lügner wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist?“ (1. Johannes 2,22).[26] Jesus muss als Messias/Christus verkündigt werden, mit all dem, was dieser Ausdruck in der Bibel bedeutet.

Was die Gelehrten zugeben

     In einem Artikel über „Jesus predigen“ (Dictionary of Christ and the Apostles, Band 2, S. 394) sagt James Denny: „Es ist nutzlos, von Jesus als dem Christus zu sprechen, wenn wir nicht wissen, wer oder was Christus ist. Es hat keinerlei Bedeutung zu sagen, dass eine unbekannte Person zur Rechten Gottes sitzt, hoch erhoben und souverän; je leidenschaftlicher die Menschen glauben, dass Gott ihnen in dieser Erhöhung einen Prinzen und Erlöser gegeben hat, desto mehr sollten sie alles Mögliche über ihn wissen wollen.“

      Dieser ausgezeichneten Aussage folgt eine andere wertvolle Beobachtung, nämlich „dass es keine Predigt von Christus geben kann, die nicht auf derselben Grundlage beruht wie die Predigt der Apostel. Was predigten Jesus und die Apostel? Einer der Wege, wie Jesus seine absolute Bedeutung für wahren Glauben ausdrückte, war Folgendes: Er betrachtete sich selbst als Messias. Die messianische Rolle konnte nur durch eine einzige Person erfüllt werden und er selbst war diese in Frage kommende Person; er und kein anderer war der Christus.“ All das ist ausgezeichnet, doch die darauf folgenden Gedanken beginnen ein Unbehagen über das Messiastum Christi zu offenbaren, obwohl Gegenteiliges beteuert wird. „Doch ist dieser Christus ein Konzept, das auch wir in einem anderen Zeitalter für den gleichen Zweck benützen können? Darauf müssen wir antworten: Nur wenn wir den Begriff sehr weitläufig anwenden.“ James Denny scheint sich nicht bewusst zu sein, dass er das biblische Messiastum Christi zu untergraben beginnt, und da Jesus nicht von seinem messianischen Amt getrennt werden kann, die Identität Jesu zu verschleiern. Er fährt fort: „Es ist sicher, dass für jene, die zuerst an Jesus als an den Christus glaubten, der Name maßgeblicher war als für uns heute; er hatte eine Form und eine Farbe, die er nun nicht mehr hat.“ Aber das kann nur heißen, dass wir die Sicht dafür verloren haben, was es heißt, an Jesus als an den Messias zu glauben. Denny vermittelt den Eindruck, dass es uns nun freisteht, uns eigene Vorstellungen vom Messiastum zu machen und die biblische Definition zu ignorieren.

      Das jedoch war exakt die Tendenz, die sich nach dem Tod der Apostel so katastrophal auf die Kirche  auswirkte. Die Kirche begann sich ihr eigenes Konzept vom Messias zu machen und indem sie das machte, verlor sie den Kontakt mit dem biblischen Jesus. Denny sagt, dass an den Ausdruck Messias „Erwartungen geknüpft waren, die für uns die Vitalität, die sie einst besessen hatten, verloren haben.“ Richtig; aber warum haben sie ihre Bedeutung verloren, wenn nicht darum, weil wir es aufgegeben haben zu glauben, was uns die Bibel über den Messias sagt? „Im Besonderen“, sagt Denny, „hat die eschatologische[27] Bedeutung des Ausdrucks Messias für uns nicht die Bedeutung, die  sie für sie ersten Gläubigen hatte. In den Lehren Jesu gruppieren sich diese Assoziationen um den Titel ‚Menschensohn‘,... der als Synonym für ‚der Christus‘ gebraucht wird... Nichts war charakteristischer für das erste Christentum als die Wiederkunft Jesu in der Eigenschaft als Christus. Es war die Grundlage von dem, was die frühe Kirche unter Hoffnung verstand...unser Blick auf die Zukunft unterscheidet sich wesentlich vom damaligen.“

      Aufgrund welcher Autorität ist es verschieden? Ganz sicherlich kann man nicht eine der bedeutendsten Merkmale der Christentums der Bibel beiseite legen und das, was übrig bleibt, denselben Glauben nennen.[28] Es ist diese feine Abweichung von der charakteristischen Hoffnung der frühen Kirche, die uns den gefährlichen Unterschied zwischen dem, was wir Christentum nennen und dem, was die Apostel darunter verstanden, zeigen sollte. Es macht keinen Sinn zu sagen, dass wir Christen sind, wenn wir die wesentlichen Charakteristika des neutestamentlichen Konzepts des Messias aufgeben, an den wir zu glauben vorgeben.

      Denny misstraut zu Recht der Tendenz der meisten Gelehrten „stillschweigend anzunehmen, dass es ein Fehler ist, an Christus in der Weise zu glauben, wie es diejenigen taten, die ihn zuerst predigten. Solche eine Kritik macht es sich zum Anliegen, die Persönlichkeit Jesu exakt ihrer eigenen Persönlichkeit anzugleichen und sein Bewusstsein exakt dem, was ihrem eigenen entspricht“ (Hervorhebung  von Seiten des Autors).

 

___________________________

[25] The Calling of the Jews, in den gesammelten Aufsätzen über das Judentum und das Christentum.
[26] New Testament Letters  paraphrased by J.W.C. Wand, D.D.
[27] Dinge, die mit den Geschehnissen am Ende des Zeitalters zu tun haben
[28] In der selben Art und Weise, wie die christlichen Lehren über Gott, den Menschen und Errettung „ohne die Existenz Satans absolut unhaltbar“ sind, Michael Green, I believe in the Downfall of Satan, Herausg. Eerdman’s, 1981, S. 20

 

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